Pohla-Stacha
  schmiede
 

Schmiede Stacha 

Kenntnisstand: 10.2019


Nach mündlicher Überlieferung hat schon um 1680 in Stacha eine Schmiede gestanden.

Im Jahre 1769 wurde die "von Grund aus neu erbaute Herrschaftliche Schmiede" auf drei Jahre an Tobias Jan(c)ke verpachtet. Die Schmiede war wie die Stachaer Schenke im Besitz der Stachaer Herrschaft, dies waren von 1713 bis 1797 Mitglieder der Familie von Ponickau auf Pohla, zuletzt Johanna Caroline. Verpachtet wurde die Schmiede "nebst Drey Scheffeln Feld und einen Flecken Wiese". Der Pachtvertrag enthielt viele Auflagen, darunter die Pflicht, sich "in die Kirchfahrt nach Pohla zu halten" (Stacha gehörte bis 1811 zur Kirche Göda) sowie "Bier und Branntewein nirgends als in der Herrschaftlichen Schenke zu Stacha“ zu trinken. Weitere solche Pachtverträge gibt es mit Friedrich Wilhelm Dähnewitz (ab 1783) und Gottlob Jancke (1790-1796).

Im Mai 1822 vernichtete ein Großbrand 13 Wohn- und Wirtschaftsgebäude, "dies Feuer kam … aus der alten Schmiede heraus".

Im Kataster von 1841 ist Traugott Heyne als Besitzer des Schmiedegrundstücks eingetragen. Die Schmiede ist also nicht mehr "herrschaftlich".

Am 13.06.1864 wechselt das Eigentum an Gustav Herrmann Heyne. Im "Sächsischen Erzähler" vom 24.07.1875 bietet dieser "zwei Kuhwagen mit eisernen Axen" zum Verkauf.

Am 03.06.1896 ging die Schmiede in den Besitz der Familie Haink über, betrieben von Paul Haink (bis 1944) und von seinen Söhnen Erhart (bis 1948) und Walther (bis ca. 1959). 1966-1968 und 1976/77 erfolgten Umbauten zum jetzigen Wohnhaus.


Schmiede um 1900 (Foto: Fam. Haink, privat):




Familie Haink vor der Schmiede (ca. 1944), von links: Gertrud H. mit Sohn Günter, Walther H., Liesel H., Frieda H., Emilie H., Paul H., Erna H., Ernst H; vorn: Reiner H. und ein unbekanntes Mädchen:




Die Liste aller Informationstafeln in Pohla-Stacha finden Sie hier.

 
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